Reha nach Hüft- oder Knie-Endoprothese — zurück in deinen Alltag.
Strukturierte Nachsorge nach Totalendoprothese (TEP). Gangschulung, Kraftaufbau, Alltagsbelastbarkeit — Ziel: möglichst schmerzfrei durch den Alltag, wenn möglich ohne Hilfsmittel. Nahtloser Anschluss an die ambulante oder stationäre Reha-Phase.
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Typische Beschwerden, die wir behandeln.
Hüft-TEP nach Coxarthrose
Primärimplantation
Knie-TEP nach Gonarthrose
Primärimplantation
Bilaterale Endoprothetik
Beidseitig versorgt
Revisions-OP (Wechsel)
Längere Nachsorge nötig
Das ist eine Auswahl, keine vollständige Liste — bei anderen Beschwerden in diesem Bereich sind wir genauso für dich da. Im Erstbefund klären wir, was dahintersteckt.
Behandlungsablauf
Vier Phasen. Klare Meilensteine.
Akut-Phase
Woche 0–2: Schmerzmanagement, Schwellungsreduktion, frühe Mobilisation nach Klinik-Protokoll.
Gangschulung
Sicher gehen — mit oder ohne Hilfsmittel. Treppen, Schwellen, Alltagswege. Luxationsprophylaxe.
Kraftaufbau Alltag
Dosierter Kraftaufbau für Hüfte, Oberschenkel und Rumpf. Standfestigkeit, Gleichgewicht.
Volle Alltagsbelastbarkeit
Ziel: möglichst schmerzfrei durch den Alltag — Treppen, Spazieren, Garten, Reisen.
Wann zur Physio nach Endoprothese?
Idealerweise direkt im Anschluss an die ambulante oder stationäre Reha-Phase — sobald Sie die Klinik verlassen. Ein erster Termin lässt sich auch schon vor Austritt aus der Akutklinik vereinbaren, damit der Übergang nahtlos ist. Wir richten uns nach den Nachbehandlungs-Protokollen der operierenden Klinik und sprechen bei Unklarheiten direkt mit dem operierenden Team.
Was wir nach Hüft- oder Knie-TEP machen
Die ersten Wochen sind geprägt von Schmerzmanagement, Schwellungsreduktion und früher, sicherer Mobilisation — alles im Rahmen der Klinik-Vorgaben. Danach folgt strukturierte Gangschulung (mit und schliesslich ohne Hilfsmittel), gezielter Kraftaufbau für Hüfte, Oberschenkel und Rumpf, und alltagsspezifische Belastung wie Treppensteigen, Aufstehen, Schwellen-Überwinden. Wir arbeiten regelmässig mit Endoprothetik-Zentren der Region zusammen.
Was MTT für Endoprothesen-Träger:innen anders macht
MTT findet bei uns nicht im Hinterzimmer statt, sondern im Hauptbereich unseres Sport-Performance-Centers — mit den Geräten, mit denen auch Profis trainieren. Für Endoprothesen-Träger:innen bedeutet das dosierte Krafttraining mit Last-Kontrolle (keine Maximal-Kraft-Tests, keine ruckartigen Bewegungen) und gezielter Aufbau der Stand- und Gangmuskulatur. Das Ziel sind Treppen, Spazieren, Garten und Reisen — nicht Wettkampf-Sport.
Termin · Ersttermin Physiotherapie mit ärztlicher Verordnung
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FAQ · Häufige Fragen
Häufige Fragen zur TEP-Reha-Therapie.
Wie lange dauert die Reha nach einer Hüft- oder Knie-TEP?
Die intensive Nachbehandlungs-Phase dauert in der Regel 3–6 Monate. In den ersten sechs Wochen liegt der Fokus auf Gangschulung, Schmerzkontrolle und Luxationsprophylaxe; ab Woche 6 beginnt der strukturierte Kraftaufbau. Eine volle Alltagsbelastbarkeit ist meist nach 4–6 Monaten erreicht. Bei Revisionen oder Komorbiditäten verlängert sich der Verlauf entsprechend.
Wann darf ich nach der OP wieder Auto fahren?
Das hängt von der operierten Seite, dem Schaltgetriebe und der Schmerzfreiheit ab — typischerweise 4–6 Wochen nach Hüft-TEP, 6–8 Wochen nach Knie-TEP. Die Freigabe erfolgt ärztlich, nicht durch die Physiotherapie. Wir trainieren mit Ihnen die nötige Gelenkbeweglichkeit für sicheres Ein- und Aussteigen.
Was muss ich in den ersten Monaten beachten (Luxationsprophylaxe)?
Nach Hüft-TEP gelten je nach OP-Zugang in den ersten Wochen Bewegungsregeln: keine extreme Beugung über 90°, keine Innenrotation in Beugung, kein Übereinanderschlagen der Beine. Die exakten Vorgaben kommen von der operierenden Klinik — wir üben mit Ihnen die alltagstauglichen Bewegungsabläufe (Aufstehen, Anziehen, Schlafposition).
Übernimmt die Krankenkasse die TEP-Reha?
Ja, mit ärztlicher Verordnung übernimmt die Grundversicherung 9 Sitzungen à 30 Minuten pro Verordnung. Bei TEP-Patient:innen werden in der Regel mehrere Folgeverordnungen ausgestellt — wir koordinieren das mit der zuweisenden Ärztin oder dem Arzt. Ist die Endoprothese Folge eines Unfalls, läuft die Abrechnung stattdessen über die Unfallversicherung (UVG) — auf ärztliche Anordnung, ohne Franchise und Selbstbehalt.
Brauche ich eine ärztliche Verordnung?
Für die Abrechnung über die Grundversicherung (KVG) ja. Selbstzahler:innen können ohne Verordnung buchen — das kann sinnvoll sein, wenn die ambulante Reha-Phase ausläuft und Sie an Alltagsbelastbarkeit weiterarbeiten möchten.
Bei welchen Warnzeichen soll ich ärztlich abklären lassen?
Direkt an die operierende Klinik oder deine Ärztin wenden solltest du dich bei Fieber, zunehmender Rötung, Überwärmung oder Sekretion an der Narbe (Infektzeichen), bei einseitig rasch zunehmender Waden-Schwellung oder -Schmerz (Thromboseverdacht) und nach einer Hüft-TEP bei plötzlichem Einschiessen mit Gefühl, dass das Gelenk «herausspringt» (Luxationsverdacht). In diesen Fällen zuerst abklären — die Physiotherapie setzt danach wieder ein.
Treppen, Sitzen, Schlafen — was kann ich tun?
Treppen werden früh trainiert (zuerst Stockstütze, später freihändig). Tiefes Sitzen vermeiden bis zur Freigabe — eine Sitzkissen-Erhöhung hilft am Anfang. Schlafposition meist Rückenlage mit Lagerungskissen für 4–6 Wochen, dann zunehmend Seitenlage. Genaue Vorgaben kommen aus der Klinik; wir üben die Umsetzung im Alltag.
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