Sportphysiotherapie begleitet dich von der ersten Diagnose bis zur vollen sportartspezifischen Belastung. Der rote Faden: Klare Phasen, objektive Kriterien für den nächsten Schritt — und enge Abstimmung mit allen Beteiligten.
Reha-Phasen statt Kalender
Wir orientieren die Reha an klaren Phasen: erst Schmerz- und Schwellungs-Kontrolle, Beweglichkeit, dann Kraftaufbau, danach Sprung- und Landungs-Kontrolle, schliesslich sportartspezifische Belastung. Wann der nächste Schritt kommt, entscheiden Funktion und Befund — nicht das Datum allein.
Return-to-Sport-Kriterien
Bevor du wieder voll trainierst, sollen Kraft- und Funktions-Tests beider Seiten vergleichbar sein (typischerweise > 90 % der Gegenseite). Sportartspezifische Tests bilden die Belastung des Wettkampfs nach. Diese Kriterien sind nicht Schikane — sie reduzieren das Rückfall-Risiko messbar.
Zusammenarbeit mit Ärzt:innen und Trainer:innen
Wir richten uns nach dem Nachbehandlungs-Schema der operierenden Klinik und stimmen uns mit Trainerstab und Hausarzt ab. So zieht die Reha an einem Strang — und du bekommst eine konsistente Antwort, nicht drei verschiedene.
Return-to-Sport mit messbaren Kriterien
Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Verletzung sinkt deutlich, wenn die Reha bis zu klar messbaren Kriterien durchgezogen wird — Kraft-Symmetrie zwischen beiden Seiten (typischerweise mindestens 90 % der Gegenseite), sportartspezifische Sprung- und Landungs-Tests, schmerzfreie volle Belastung in Trainings-Situationen. Wer hier abkürzt, riskiert die Wiederholungs-Verletzung.
Begleitend wirkt strukturiertes Krafttraining präventiv: die Meta-Analyse von Lauersen und Kolleg:innen zeigt eine Reduktion von Sportverletzungen um etwa zwei Drittel durch Krafttraining. In der Reha-Endphase und in der Saison-Vorbereitung gehört das deshalb zu den Standards, die wir mit dir aufbauen.
Quellen
- Lauersen J. B., Bertelsen D. M., Andersen L. B. (2014). The effectiveness of exercise interventions to prevent sports injuries: A systematic review and meta-analysis. British Journal of Sports Medicine 48:871–877. PubMed
- Cook J. L., Purdam C. R. (2009). Is tendon pathology a continuum? British Journal of Sports Medicine 43:409–416. PubMed
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