Hüftschmerzen: Wie entstehen sie, was sind die Symptome und welche Übungen helfen, um den Schmerz zu lindern?

1. Was ist ein Hüftimpingement?

Von Hüftschmerzen/Leistenschmerzen (Hüftimpingement) sind vor allem Aktive, meistens im Alter von 15-50 Jahre alte Menschen betroffen. Hüftimpingement bedeutet, dass der Platz zwischen dem Kopf des Oberschenkelknochens und Hüftgelenkspfannenrand zu klein ist. Lange vermutete man als Ursache von diesen Hüftschmerzen/Leistenschmerzen ein mechanisches Problem, nämlich eine Veränderung der Knochen in der Hüfte. Diese kann entweder in Form einer Zange vorliegen (10%), wobei der Hüftgelenkspfannenrand wie eine Greifzange verformt ist, was zu einer übermässig starken Überdachung des Hüftgelenkskopfes führt. Auch kann es zu einer Wucherung am Kopf des Oberschenkels (20%) kommen, wobei der Kopf eine Art Nockenwelle bildet. Meistens liegt jedoch eine Mischform vor (70%).
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse belegen eine funktionelle Ursache bei einem Hüftimpingement. Hierbei sollte nicht die fehlerhafte Form des Knochens, sondern das fehlgesteuerte Muskelverhältnis zuerst behandelt werden, da ein voreiliges operatives Beheben der Knochenveränderung nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen könnte. Leistenschmerzen bestehen bei der Diagnose oft schon seit längerem, häufig während oder nach Belastung, in sitzender Position und beim Beugen der Hüfte. Die Einengung entsteht durch die Verkürzung der Kniestrecker, Hüftbeuger, Adduktoren und durch eine Schwäche der Gesäss- und Bauchmuskeln.

Wenn Du dein Bein im Sitzen anhebst, verspürst du einen einklemmenden Schmerz in der Leiste? Wenn Du vorher den Gesässmuskel anspannst, ist er dann weniger? In der Regel wird der Kopf des Oberschenkels durch das Anspannen nach hinten gezogen und somit Platz geschaffen.

2. Was solltest du bei Hüftschmerzen tun?

Zu Beginn solltest du dein Hüftgelenk entlasten und schmerzprovozierende Bewegungen vermeiden (z.B. Hockpositionen, langes Sitzen, Rennradfahren). Dann gilt das dauerhaft falsch ausgeführte Bewegungsmuster zu korrigieren:

  1. Schmerzfreie Bewegungs- und Dehnübungen für Streck-, Beuge- und Adduktorenmuskeln, damit der Oberschenkelknochen nicht mehr nach vorne und innen gezogen wird.
  2. Kräftigung der Gesäss- und Bauchmuskeln, um den Effekt der Gelenkszentrierung dauerhaft aufrecht zu halten. Erfahrungen berichten, dass ein regelmässiges 20-minütiges Training der Hüfte und des Rumpfes für 8 Wochen Erfolg bringt.

 

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